Die Rauhnächte
Was sind die Rauhnächte und wann sind sie?
🔮 Die Rauhnächte: Zeit zwischen Tun und Sein
Die Rauhnächte sind eine mystische Zeit, die tief in den Wurzeln unserer Kultur verankert ist und immer mehr Menschen zurück zu dieser uralten Tradition finden. In dieser Phase steht die Welt still: Das alte Jahr ist beendet, das neue Jahr beginnt erst. Die Rauhnächte symbolisieren die Differenz zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr. Dies ist ein faszinierendes astronomisches Phänomen, das mit dem Unterschied zwischen den Mond- und Sonnenzyklen zusammenhängt. Hier die Rechnung dazu:
Sonnenjahr: Ein Sonnenjahr, das auf der Umlaufzeit der Erde um die Sonne basiert, dauert etwa 365 Tage.
Mondjahr: Ein Mondjahr, das sich an den Zyklen des Mondes orientiert, dauert jedoch etwa 354 Tage (12 Mondmonate à 29,5 Tage).
Die Differenz: Zwischen dem Sonnenjahr und dem Mondjahr gibt es somit eine Differenz von 11 Tagen (genauer gesagt 10,875 Tage). Diese 11 Tage (und 12 Nächte) gelten traditionell als die Rauhnächte, die als „Zeit außerhalb der Zeit“ betrachtet werden – eine Zwischenzeit zwischen den natürlichen Zyklen von Sonne und Mond.
Es gibt zwei unterschiedliche Rechenweisen, wann die Rauhnächte beginnen und enden. Diese beiden Varianten basieren auf verschiedenen Traditionen und regionalen Unterschieden:
Rechnung ab dem 21. Dezember (Yule-Nacht):
Die erste Variante beginnt mit der Wintersonnenwende, dem 21. Dezember, auch als Yule-Nacht bekannt. Diese Nacht markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Die Rauhnächte erstrecken sich dann über zwölf Nächte und enden am 1. Januar.
Rechnung ab dem 24. Dezember (Heiligabend):
Die zweite Variante beginnt mit dem 24. Dezember, also dem Heiligen Abend, und erstreckt sich bis zum 6. Januar (dem Dreikönigstag oder Epiphanie). Diese Berechnung ist die bekanntere und in vielen christlichen Traditionen verbreitet. Hier gelten die Rauhnächte als die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Tag der Heiligen Drei Könige.
Wir feiern die Rauhnächte bei unserem ONLINE Rauhnächte Retreat ab dem 21.12.24 (Eröffnungszeremonie) und starten dann mit den Rauhnächten und den einzelnen Themen aber erst am 24.12 bis zum 6.1.25
🔮 Was sind die Rauhnächte?
Die Rauhnächte sind eine alte Tradition, die besonders in ländlichen Regionen Europas tief verankert ist. Es ist die Zeit, in der die Menschen früher innegehalten haben. Kein Feld wurde bestellt, keine Arbeiten verrichtet – es war eine Zeit des Stillstands, eine Pause im harten Arbeitsalltag der bäuerlichen Gesellschaft. Man nutzte diese Zeit, um sich in den Familien zu versammeln, Geschichten zu erzählen, das vergangene Jahr zu reflektieren und sogar die Zukunft zu prognostizieren. Es wurde geglaubt, dass in diesen Nächten die Grenzen zwischen den Welten dünner sind, und so wurden Rituale durchgeführt, um das neue Jahr positiv zu beeinflussen.
🔮 Warum kehren die Rauhnächte zurück?
In einer Welt, in der wir uns immer unverbundener fühlen, suchen viele Menschen nach Wegen, wieder in Kontakt zu treten – mit sich selbst, der Natur und den Zyklen des Lebens. Die Rauhnächte bieten einen Raum für diese Verbindung. Sie erinnern uns daran, dass es wichtig ist, innezuhalten, sich zurückzuziehen und die Zeit der Dunkelheit zu nutzen, um wieder Kraft zu schöpfen.
Oft fühlen wir uns im Frühling müde – die sogenannte Frühlingsmüdigkeit. Diese Müdigkeit widerspricht eigentlich dem Rhythmus der Natur, denn während die Natur aufblüht, fühlen wir uns erschöpft. Ein Grund dafür ist, dass wir im Winter nicht ausreichend in den Rückzug gehen. Wir nutzen die dunklen Tage nicht für die Reflexion und Innenschau, wie es früher die Menschen taten. Statt uns zu erholen und aufzutanken, hetzen wir weiter durch den Alltag. Dadurch fehlt uns die Energie, wenn das Frühjahr kommt und wir eigentlich mit neuer Kraft in den Neubeginn starten sollten.
🔮 Die Weisheit der Bauern: Geschichten, Zusammenhalt und Weitblick
Früher war das Leben der Menschen eng mit den Zyklen der Natur verbunden. In den Rauhnächten kamen die Bauernfamilien zusammen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Es war eine Zeit des Geschichten-Erzählens, des Zusammenhalts und der Besinnung. Die Menschen blickten auf das vergangene Jahr zurück und nahmen sich Zeit, die Zukunft zu planen. Manchmal wurden auch Orakel durchgeführt, um herauszufinden, was das neue Jahr bringen könnte.
Der Stillstand, der durch das winterliche Klima erzwungen wurde, schuf Raum für Gemeinschaft und spirituelle Reflexion. Die Rauhnächte erinnerten die Menschen daran, dass es Zeiten gibt, in denen das Tun zurücktritt und das Sein in den Vordergrund rückt.
🔮 Rauhnächte Rituale: Zeit für Reflexion und Magie
Rauhnächte Rituale können auf unterschiedliche Weise gestaltet werden, aber im Kern geht es immer um Verbindung – mit sich selbst, der Natur und dem Universum. Hier einige Möglichkeiten, wie man die Rauhnächte nutzen kann:
Räuchern: Viele Menschen nutzen das Räuchern mit Kräutern und Harzen, um die Energien des vergangenen Jahres zu klären und Raum für Neues zu schaffen. Traditionelle Kräuter wie Beifuß oder Salbei sind besonders beliebt.
Traumtagebuch führen: Es heißt, dass die Träume während der Rauhnächte prophetisch sein können. Das Führen eines Traumtagebuchs kann helfen, Botschaften zu entschlüsseln und neue Einsichten zu gewinnen.
Dankbarkeit üben: Die Rauhnächte bieten den perfekten Raum, um innezuhalten und Dankbarkeit für das vergangene Jahr zu empfinden. Durch das Schreiben von Dankbarkeitslisten kann man sich bewusst auf die positiven Aspekte des Lebens fokussieren.
Zukunftsvisionen erschaffen: Die Zeit der Rauhnächte ist auch dafür da, die Weichen für das neue Jahr zu stellen. In dieser Phase der Klarheit können Visionen für das kommende Jahr entstehen, die mit Energie und Fokus gefüllt werden.
Rauhnächte Rituale:
Rauhnächte Rituale können auf unterschiedliche Weise gestaltet werden, aber im Kern geht es immer um Verbindung – mit sich selbst, der Natur und dem Universum. Hier einige Möglichkeiten, wie man die Rauhnächte nutzen kann:
Räuchern: Viele Menschen nutzen das Räuchern mit Kräutern und Harzen, um die Energien des vergangenen Jahres zu klären und Raum für Neues zu schaffen. Traditionelle Kräuter wie Beifuß oder Salbei sind besonders beliebt. Wenn du die Rauhnächte besonders intensiv erleben möchtest dann stimmst du dein Räucherwerk am Besten immer an die jeweilige Qualität des Tages ab. Wenn das Thema zb. Herzöffnung ist dann ist es sinnvoller mit Rose oder Lavendel zu räuchern als mit Salbei. (Für die Hardliner unter euch)
Traumtagebuch führen: Es heißt, dass die Träume während der Rauhnächte prophetisch sein können. Das Führen eines Traumtagebuchs kann helfen, Botschaften zu entschlüsseln und neue Einsichten zu gewinnen.
Dankbarkeit üben: Die Rauhnächte bieten den perfekten Raum, um innezuhalten und Dankbarkeit für das vergangene Jahr zu empfinden. Durch das Schreiben von Dankbarkeitslisten kann man sich bewusst auf die positiven Aspekte des Lebens fokussieren.
13 Wünsche: Schreibe 13 Wünsche auf einzelne kleine Zettelchen. Verbrenne dann jeden Tag 1 Wunsch und schick diesen damit ans Universum, sodass der Wunsch vom Universum erfüllt werden darf. Am Ende bleibt 1 Wunsch übrig - diesen darfst du dir dann im kommenden Jahr selbst erfüllen. Hoffentlich nicht die Reise zum Mond ;)
Zukunftsvisionen erschaffen: Die Zeit der Rauhnächte ist auch dafür da, die Weichen für das neue Jahr zu stellen. In dieser Phase der Klarheit können Visionen für das kommende Jahr entstehen, die mit Energie und Fokus gefüllt werden. Hier bietet es sich an ein Moodboard zu erstellen mit all deinen Zielen, Wünschen und Träumen für das neue Jahr.