Jahreskreisfeste Feiern; back to YOUR roots!
Der Jahreskreis: Rückkehr zu unserer eigenen Natur durch alte Rituale 🌿
Wir leben in einer Welt, die immer schneller und hektischer wird. Technologie bestimmt unser Leben, Städte wachsen unaufhörlich, und die Verbindung zur Natur scheint zu verblassen. Dabei spüren viele von uns eine tiefe Sehnsucht nach etwas Ursprünglicherem, etwas Echtem. Diese Sehnsucht könnte uns zu den Jahreskreisfesten führen, die uns an den Rhythmus der Natur erinnern und uns die Möglichkeit geben, wieder im Einklang mit der Welt um uns herum zu leben.
Was sind aber diese Jahreskreisfeste? ❂
Die Jahreskreisfeste sind acht bedeutsame Feste im Jahresverlauf, die die Zyklen der Natur zelebrieren und tief in der keltischen und germanischen Tradition verwurzelt sind. Diese Feste markieren die Übergänge zwischen den Jahreszeiten und symbolisieren den ewigen Kreislauf von Geburt, Wachstum, Tod und Wiedergeburt. Sie sind das Spiegelbild der Natur:
☼ Sonnenfeste: Wintersonnenwende (Jule), Sommersonnenwende (Litha), Frühlings-Tagundnachtgleiche (Ostara), Herbst-Tagundnachtgleiche (Mabon)
☾ Mondfeste: Imbolc, Beltane, Lughnasadh, Samhain
Durch die Feier dieser Feste, die mit Ernte, Fruchtbarkeit, Transformation und Dunkelheit verbunden sind, bringen wir uns selbst in Einklang mit den natürlichen Zyklen, die auch in uns wirken.
Warum haben sich die Kelten an die Jahreskreisfeste gehalten?
Für die Kelten war es von entscheidender Bedeutung, mit den Rhythmen der Natur im Einklang zu leben. In einer Zeit, in der das Überleben von der Ernte und den Jahreszeiten abhing, war die Verbindung zur Natur keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Die Jahreskreisfeste halfen den Menschen, sich an die Veränderungen in der Natur anzupassen, die richtigen Entscheidungen für Aussaat und Ernte zu treffen und spirituelle Kontinuität zu gewährleisten.
Dieser Einklang mit der Natur war nicht nur pragmatisch, sondern auch spirituell tief verankert. In unserer modernen Welt, in der wir uns zunehmend von der Natur und ihren Rhythmen entfernen, können wir beobachten, wie sich dies negativ auf unser Wohlbefinden auswirkt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden allein in Europa über 44 Millionen Menschen an Depressionen. Oftmals führt der Mangel an natürlicher Verbindung zu einem Gefühl der Entfremdung und Isolation.
„Die Erde hat ihre Rhythmen, die Sonne und der Mond ihre Zyklen. Unsere Vorfahren wussten, dass wir im Gleichklang mit diesen Kräften leben müssen, um das Beste aus dem Leben zu machen.“ – Philip Carr-Gomm, Druide und Schriftsteller.
Die Kelten & Ihr GLAUBEN 🙏
Die Kelten verehrten die Natur als heilig und sahen in ihr den Ursprung allen Lebens. Alles, was existierte, war belebt – von den Flüssen bis zu den Bäumen. Diese spirituelle Weltanschauung beinhaltete den Glauben, dass alles zyklisch ist: Leben und Tod sind nicht getrennt, sondern Teil eines ewigen Kreislaufs. Die Toten wurden nicht gefürchtet, sondern geehrt, und der Übergang zwischen Leben und Tod wurde als fließend angesehen.
„Leben und Tod, Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit – das sind die Kräfte, die uns formen und unser Dasein bestimmen. Wir ehren sie, weil wir ohne sie nicht existieren könnten.“ – Starhawk, Wicca-Autorin und Aktivistin.
Was hat das ganze mit der Rückkehr zu unserer eigenen Natur zu tun?
Unsere moderne Gesellschaft entfremdet uns immer mehr von den Zyklen der Natur. Wir wohnen in Hochhäusern, isolieren uns durch Technik und verbringen den Großteil unseres Tages in künstlich beleuchteten Räumen. 90 % unseres Lebens verbringen wir heute in geschlossenen Räumen, was uns von den natürlichen Rhythmen und den heilenden Kräften der Natur entfernt.
Diese Entfremdung hat ihren Preis: Studien zeigen, dass Menschen, die mehr Zeit in der Natur verbringen, weniger an Angstzuständen, Depressionen und Stress leiden. Inzwischen suchen viele Menschen nach Wegen aus dieser Spirale der Unzufriedenheit. Allein in den letzten Jahren ist die Anzahl der Jobwechsel weltweit deutlich gestiegen, weil Menschen nach einem erfüllenderen Leben suchen und spüren, dass ihnen etwas Wesentliches fehlt – eine tiefe Verbindung zu ihrer eigenen Natur.
Die Rückkehr zu den Jahreskreisfesten kann uns helfen, diese verlorene Verbindung wiederherzustellen. Sie bieten eine Gelegenheit, das Leben bewusst zu feiern, Übergänge zu erkennen und uns auf die Zyklen der Natur und unserer eigenen inneren Welt einzustimmen. Diese Feste erinnern uns daran, dass auch wir Teil der natürlichen Welt sind, und helfen uns, den Kreislauf des Lebens zu akzeptieren und darin Frieden zu finden.
Wie die Schriftstellerin und Umweltschützerin Wendell Berry einst sagte: „Die Erde ist das, was wir alle gemeinsam haben.“ Indem wir uns wieder mit der Erde und ihren Rhythmen verbinden, können wir ein Gefühl der Ganzheit und des Friedens finden.
Tipps für Rewilding – Zurück zur Natur
Der Weg zurück zu unserer eigenen Natur ist nicht immer einfach, aber er lohnt sich. Hier sind einige einfache Schritte, um mehr Natur in dein Leben zu integrieren und dich wieder mit den natürlichen Zyklen zu verbinden:
🍃 Verbringe Zeit draußen: Finde regelmäßige Momente, um draußen zu sein, sei es bei einem Spaziergang im Wald oder bei Gartenarbeit. Studien zeigen, dass schon 20 Minuten pro Tag in der Natur ausreichen, um das Stressniveau erheblich zu senken.
❂ Feiere die Jahreskreisfeste: Beginne, die Übergänge der Natur zu zelebrieren. Du musst keine komplexen Rituale durchführen – es kann so einfach sein wie eine Kerze zur Sonnenwende anzuzünden oder einen Moment der Stille im Mondlicht zu genießen. Oder eben etwas intensiver mit uns gemeinsam bei unseren Retreats wie zb. BEYOND IMMORTALITY
📵 Digital Detox: Verbringe bewusste Zeit offline und schalte dich wieder in die reale Welt ein. Du wirst feststellen, dass deine Verbindung zu anderen und zu dir selbst tiefer wird.
🏃 Bewegung im Freien: Nutze die Gelegenheit, dich in der Natur zu bewegen, sei es durch Wandern, Radfahren oder Yoga im Freien. Diese Aktivitäten helfen dir, dich zu erden und deine Gedanken zu beruhigen.
Indem wir uns dem natürlichen Zyklus der Jahreskreisfeste zuwenden und bewusst mehr Zeit in der Natur verbringen, können wir den alten Rhythmus wiederfinden, der uns über Jahrtausende begleitet hat. Es ist dieser Rhythmus, der uns lehrt, loszulassen, zu wachsen, zu ruhen und wiedergeboren zu werden – und der uns daran erinnert, dass wir ein Teil der Erde sind, nicht getrennt von ihr.
In einer Welt, die uns zunehmend isoliert, liegt die Antwort auf viele unserer Herausforderungen vielleicht in den Weisheiten unserer Ahnen. Denn wenn wir uns an die Natur erinnern, erinnern wir uns daran, wer wir wirklich sind.