Lass Los
Aparigraha bezieht sich auf das Konzept des Nicht-Anhaftens oder Nicht-Begehrens. Es lehrt uns, wie wir in Bezug auf Besitz und Materiellem einen maßvollen und nicht-anhaftenden Ansatz entwickeln können.
Es ist vermutlich eine der schwierigsten Richtlinien bzw. Empfehlungen im Yoga überhaupt, da Aparigraha nicht nur den materiellen Besitz, sondern auch das Anhaften an menschliche Beziehungen inkludiert.
Aparigraha ermutigt dazu, Dinge, die nicht mehr benötigt werden, loszulassen und nicht an Vergangenem festzuhalten. Dies schafft Raum für Wachstum und Veränderung.
Das Thema Loslassen ist sowohl im Yoga, als auch in den Rauhnächten (einem alten europäischen Brauchtum) relevant, obwohl sie aus verschiedenen kulturellen und spirituellen Traditionen stammen.
loslassen lernen
Werde dir deiner eigenen Anhaftungen und Begierden bewusst. Was hält Dich emotional gefangen? Welche Dinge oder Situationen lösen Ängste oder Sorgen in Dir aus? Die bewusste Selbstreflexion ist der erste Schritt, um die Bereiche in Deinem Leben zu erkennen, in denen Du loslassen lernen solltest.
Praktiziere gelegentliches Fasten oder bewusstes Zurückhalten von Dingen, sei es materieller Besitz oder bestimmte Gewohnheiten. Dies kann Dir helfen, die Kontrolle über Deine Begierden zu gewinnen und Deine Fähigkeit zum Loslassen zu stärken.
Beginne mit kleinen Schritten. Verpflichte Dich, regelmäßig Dinge herzugeben, die Du nicht mehr benötigst oder lass eine bestimmte Gewohnheit los, die Dir nicht guttut. Schritt für Schritt kannst Du Deine Fähigkeit zum Loslassen ausbauen.
Lerne, gesunde emotionale Grenzen zu setzen. Dies bedeutet, dass Du erkennst, was für Dich gesund und förderlich ist und was nicht - und entsprechend handelst.
Das Loslassen kann ein langsamer Prozess sein. Sei geduldig mit Dir selbst und erkenne an, dass es Zeit und Übung erfordert.
In den Rauhnächten werden Rituale und Bräuche praktiziert, die auf das Loslassen und die Reinigung abzielen. Menschen nutzen diese Zeit, um sich von alten Gewohnheiten, negativen Energien und emotionalen Belastungen zu befreien. Das Verbrennen von alten Briefen, das Reinigen des Hauses oder das Loslassen von persönlichen Gegenständen sind einige der Praktiken, die in dieser Zeit stattfinden.
Die Gemeinsamkeit zwischen Yoga und den Rauhnächten besteht darin, dass beide auf die Befreiung von emotionalen Bindungen und negativen Energien abzielen, um Platz für Wachstum und Erneuerung zu schaffen. In beiden Traditionen wird betont, dass das Loslassen ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur spirituellen Entwicklung ist und dazu beitragen kann, innere Harmonie und Frieden zu finden. Sowohl im Yoga als auch in den Rauhnächten geht es darum, sich auf das Essentielle zu konzentrieren und den Ballast des Vergangenen abzulegen.
Das Loslassen, um Neues zu erkunden, ist ein lebenslanges Abenteuer, das uns ermöglicht, ständig zu wachsen und zu lernen. Es erinnert uns daran, dass das Leben voller Möglichkeiten steckt, wenn wir uns von dem befreien, was uns zurückhält und uns für das Unbekannte öffnen.
Godess Kali
Kali wird oft als die Zerstörerin von Dämonen und Negativität dargestellt. Ihre wilde Erscheinung symbolisiert die Kraft, Illusionen und Begierden zu durchbrechen. Sie erinnert uns daran, dass das Loslassen von allem, was uns gefangen hält, notwendig sein kann, um inneren Frieden zu finden.
Sie repräsentiert nicht nur die Zerstörung, sondern auch die Transformation. Sie zwingt uns, uns unseren Ängsten, Schatten und negativen Gewohnheiten zu stellen. Dieser Prozess des Loslassens führt zur Befreiung und zum Neubeginn.