Rauhnächte: Rituale
Die Rauhnächte – eine Zeit zwischen den Jahren, erfüllt von Magie, Reflexion und der Möglichkeit, tief in die spirituelle Welt einzutauchen. Die Nächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar gelten als besondere Schwelle, in der die Schleier zwischen den Welten dünner werden und sich eine Tür zu verborgenen Einsichten und Wünschen öffnet. Während dieser magischen Nächte spüren wir, wie die Zeit stillsteht und uns Raum für Introspektion und Manifestation gibt. Hier sind einige der bedeutendsten und kraftvollsten Rituale, die du in den Rauhnächten vollziehen kannst.
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Das Ritual der 13 Wünsche ist eines der beliebtesten und tiefgehendsten Rituale der Rauhnächte. Du beginnst, indem du 13 kleine Zettel vorbereitest, auf jeden schreibst du einen Herzenswunsch für das kommende Jahr. Falte die Zettel sorgfältig und lege sie in eine Schale oder einen Beutel.
Jede Nacht ziehst du intuitiv einen dieser Wünsche und verbrennst ihn in einer kleinen feierlichen Zeremonie – vielleicht am Feuer, vielleicht mit einer Kerze. Lass ihn mit dem Rauch in die Sphären des Universums aufsteigen und vertraue darauf, dass sich dein Wunsch in seine eigene Zeit entfalten wird. Am Ende der Rauhnächte bleibt ein einziger Wunsch übrig – der 13. Wunsch. Dieser letzte Wunsch ist dein ganz eigener Auftrag für das Jahr: ein Wunsch, an dessen Erfüllung du persönlich aktiv mitarbeiten darfst.
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In der Tradition des Orakelns steckt eine tiefe Weisheit und ein Gefühl der Verbindung zu den unsichtbaren Kräften des Universums. Beginne das Ritual des Orakelns in jeder Rauhnacht mit einem Räucherritual – zünde Weihrauch, Beifuß oder Myrrhe an und schließe für einen Moment die Augen. Reflektiere über das vergangene Jahr, insbesondere den Monat, der mit dieser Rauhnacht verbunden ist. Notiere alles, was dir dazu in den Sinn kommt: Gefühle, Ereignisse, Gedanken.
Bevor du schlafen gehst, sprich eine kleine Bitte an die nächtigen Kräfte aus, dir im Traum Einblicke in das kommende Jahr zu gewähren. Am Morgen nimm dir Zeit, deine Träume aufzuschreiben und zu deuten – auch scheinbar unwichtige Details können wertvolle Hinweise für den dazugehörigen Monat im neuen Jahr enthalten.
Eine andere Form des Orakelns ist das Wetterorakel: Beobachte das Wetter des jeweiligen Tages und interpretiere es als Hinweis für das jeweilige Monat. Regen könnte auf Wachstum und Reinigung hinweisen, Sonne auf Klarheit und Freude.
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Das Sorgenfeuer-Ritual gibt uns die Möglichkeit, all das in einem reinigenden Akt loszulassen, was uns nicht länger dient. Sammle für dieses Ritual kleine Zettel oder Äste und schreibe oder sprich deine Sorgen und Ängste aus. Du kannst alles festhalten, was du im neuen Jahr hinter dir lassen willst – ob alte Gewohnheiten, Ängste oder ungesunde Verbindungen.
Wenn du bereit bist, übergibst du deine Sorgen den Flammen. Beobachte, wie sie im Feuer verbrennen, sich auflösen und Raum für Neues schaffen. Ein klarer Moment der Befreiung, in dem du das Alte verabschiedest und dich auf die kommenden Monate einstellst, die du nun ohne diese Lasten betreten wirst.
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Das Pflanzen von Samen ist ein kraftvolles Symbol für das Wachstum und die Fülle, die du im neuen Jahr willkommen heißen möchtest. Wähle Samen, die für dich eine persönliche Bedeutung haben – vielleicht Lavendel für Ruhe, Sonnenblumen für Stärke oder Basilikum für Wohlstand.
Finde einen Moment der Ruhe, halte die Samen in deinen Händen und formuliere eine klare Intention für jeden Samen. Spüre, wie die Energie dieser Absicht in die Samen fließt, bevor du sie in die Erde legst. Dieses Ritual ist ein Symbol für das, was du im neuen Jahr nähren und wachsen sehen möchtest. Es erinnert dich daran, dass deine Wünsche Pflege, Geduld und Hingabe benötigen, um zu blühen.
Ritual der Wilden Jagd: Die entfesselte Kraft in dir
Die Zeit der Rauhnächte ist eine besondere Mischung aus tiefer Innenschau und lebendiger, ungezähmter Energie. Während viele diese Nächte als Zeit der Ruhe und Einkehr betrachten, gibt es einen ebenso kraftvollen Gegenpol: die Wilde Jagd. Dieser Zug von Geistern, alten Göttern und Urkräften, der in den Nächten über die Welt fegt, erinnert uns daran, dass wir nicht nur stille Meditation und Besinnung brauchen, sondern auch das wilde, freie Feuer in uns spüren dürfen. Die Wilde Jagd verkörpert jene Aspekte in uns, die ausbrechen wollen, die sich nach Freiheit und Ausdruck sehnen.
Dieses Ritual ist eine Einladung, dem Wilden in dir Raum zu geben, es zu befreien und die Energie der Rauhnächte zu nutzen, um deine verborgenen Potenziale ans Licht zu bringen. Gerade in der Spannung zwischen Ruhe und Aufbruch, zwischen innerer Einkehr und entfesselter Kraft liegt die Magie der Rauhnächte.
WILD SEIN
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FREI SEIN
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WILD SEIN 💃 FREI SEIN 💃
Das wilde Ungezähmte!
Dieses Ritual ist eine Einladung, das Wilde in dir zu umarmen und ihm die Freiheit zu geben, die es verdient. Die Rauhnächte bieten den Raum, all das hervorzuholen, was in den Tiefen schlummert. Erlaube dir, in dieser magischen Zeit deinem Ungezähmten zu begegnen – und die Wilde Jagd in dir zu feiern.
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Finde einen Ort, an dem du dich sicher fühlst und ungestört bist. Reinige diesen Ort mit reinigenden Kräutern wie Beifuß, Salbei oder Wacholder, die den Raum öffnen und die Energie klären. Setze eine starke Intention: „Ich lade die Wilde Jagd ein, mir zu zeigen, was in mir frei und ungezähmt sein möchte.“
Platziere ein Bild oder Symbol, das für dich die wilde, ungezähmte Seite repräsentiert – vielleicht ein Bild von einem Tier, das dich inspiriert, eine alte Statue oder einfach eine Kerze, die wie das Feuer in deinem Inneren brennt.
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Bleib stehen oder setz dich hin.
Schließe die Augen und atme tief ein. Visualisiere die Wilde Jagd, wie sie über die nächtlichen Himmel zieht – eine gewaltige, rauschende Kraft, die alles mit sich reißt, was nicht fest verankert ist. Spüre in dich hinein:
Wo ist in dir diese wilde, urwüchsige Kraft?Nimm dir Zeit, um zu spüren, wo sie verborgen ist – vielleicht im Herzen, im Bauch oder tief in der Seele. Diese Kraft kann Angst machen, aber sie ist auch das, was dich lebendig macht.
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Stelle dich hin, schließe die Augen und beginne dich langsam zu bewegen. Spüre den Rhythmus des Herzschlags, den Puls der Erde unter dir. Stelle dir vor, du bist Teil der Wilden Jagd, du wirst von dieser Kraft mitgerissen. Lass deinen Körper intuitiv tanzen, schütteln, sich drehen – ohne Plan, ohne Scham.
Hier ein paar Lieder für das Ritual die deine wilde und freie Seite einladen und befreien können…
1. Aurora – „Running with the Wolves“
2. Aurora - “The Blade”
3. Florence + the Machine - “Hunger”
4. CLANN - “Unseelie”
5. CLANN - “Closer”
6. Of Monsters and Men – „Dirty Paws“
7. Maggie Clifford - “Earth my Body”
8. Bukahara - “Afraid no More”Erlaube deinem Körper, all das loszulassen, was in dir unterdrückt wurde. Dies ist der Moment, in dem die Wilde Jagd in dir durchbricht und das Ungezähmte in dir Ausdruck findet.
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Nimm nun ein Blatt Papier und schreibe: „Das Wilde in mir ist…“ und lass die Worte fließen. Vielleicht kommt eine Liste von Eigenschaften, vielleicht eine Geschichte, vielleicht Bilder oder Emotionen, die in dir aufsteigen. Schreib alles auf, was du fühlst, ohne Zensur, ohne Zurückhaltung.
Wenn du das Gefühl hast, dass all das Wilde aus dir herausströmt und sich auf dem Papier entfaltet hat, lies es dir laut vor. Lass die Worte in dir widerhallen und akzeptiere jede einzelne Facette, die du niedergeschrieben hast.
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Vielleicht möchtest du jetzt nochmal in Bewegung gehen und Tanzen.
Erst wenn du dich ganz frei fühlst, setze dich ans Feuer (oder eine Kerze, wenn du kein offenes Feuer hast). Nimm das Papier mit deinen niedergeschriebenen Worten und lies es ein letztes Mal laut vor. Dann übergib es dem Feuer und sprich laut:„Ich lasse los, was mich zähmt, und nehme an, was mich frei macht.“
Sieh zu, wie die Flammen das Papier verzehren und damit auch all die Fesseln und alten Muster verbrennen, die du nicht mit ins neue Jahr nehmen möchtest.