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Band 04 · 07 Kapitel

Samhain

Die Schwelle zur dunklen Hälfte

An Samhain stirbt das Jahr. Das Licht ist gesunken, die Felder ruhen, die Ahnen rücken näher. Dieses Buch sammelt, was der dunklen Hälfte des Jahres gehört: den Tod als Schwelle, die dünne Hülle zwischen den Welten, die Gastfreundschaft gegenüber den Toten. Es hält auseinander, was auseinander gehört: das gälische Fest, das christliche Allerheiligen, das moderne Halloween. Mystisch — und doch historisch ehrlich. Sieben Kapitel über die Nacht, in der das Jahr seinen Rand hat.

Inhalt

Kapitel

  1. 01

    Was ist Samhain – und ist es wirklich keltisch?

    Das Fest am Rand der dunklen Hälfte

    Wer heute nach Samhain sucht, findet schnell eine erstaunlich vollständige Geschichte vom keltischen Neujahrsfest. Nur: So vollständig ist unser Wissen nicht. Was wir über Samhain wirklich sagen können — und wo die moderne Vorstellung von einem einheitlichen „keltischen Fest“ die Quellen übersteigt.

  2. 02

    Wie wurde Samhain gefeiert?

    Von vollen Vorratskammern, dunklen Nächten und einer Zeit, in der der Winter noch etwas bedeutete

    Wenn wir versuchen zu verstehen, wie Menschen Samhain gefeiert haben, machen wir schon beim Wort „feiern“ den ersten Denkfehler. Von heimkommendem Vieh, Festessen, Spielen, Masken und Feuer — und warum ein Brauch kein Fossil ist, sondern etwas Lebendiges.

  3. 03

    Warum Samhain eine Schwellenzeit ist

    Der Übergang, der keiner Seite gehört

    Samhain ist die Schwelle des Jahres: zwischen Sommer und Winter, zwischen der hellen und der dunklen Hälfte. Was eine Schwelle ist — und warum ausgerechnet diese Nacht seit je als durchlässig gilt.

  4. 04

    Was hat Samhain mit dem Tod zu tun?

    Das Ende, das einen Platz im Jahr hat

    Samhain und die Toten gehören zusammen — aber nicht so einfach, wie viele Darstellungen nahelegen. Was die Quellen tatsächlich über die Verbindung von Samhain, Ahnen und der Anderswelt sagen — und was eine moderne Zutat ist.

  5. 05

    Samhain und Allerheiligen

    Zwei Feste, eine Schwelle

    Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November fallen auf dieselbe Schwelle wie Samhain. Zufall? Eine Frage der Schichten — und eine, die zeigt, wie Christentum und ältere Überlieferung ineinandergreifen.

  6. 06

    Warum wir uns mit dem Sterben beschäftigen sollten — zu Lebzeiten

    Eine alte Übung, kein Morbides

    Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist keine Schwermut, sondern eine alte Übung. Was Kulturen seit je über das Memento mori wussten — und warum es sich lohnt, sich mit dem Sterben zu beschäftigen, solange man lebt.

  7. 07

    Samhain begehen — Feuer, Rauch und der freie Platz

    Was man tun kann — und was davon überliefert ist

    Eine Kerze, ein Feuer, ein leerer Stuhl, eine Schüssel für die Ahnen. Was man an Samhain tun kann — und welche dieser Gesten überliefert sind und welche zeitgemäße Praxis. Eine Schichtenkunde für die eigene Feier.

Lieber hören statt lesen?

Die Podcastfolge zu Samhain

„Worte am Feuer. Dem Klang der Jahreszeiten lauschen.“

Du möchtest lieber hören statt lesen? Dann lass dich entführen in die Welt von Samhain: über den Beginn des Winters, die Ahnennacht, die dünne Hülle zwischen den Welten und warum diese Schwelle uns bis heute berührt.

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